Schon im Vorjahr Halbfinal-Gegner - Hamburg vs. Regensburg: Wer kann dieses Mal die entscheidenden Akzente setzen? (Foto: Walter Keller)
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Playoffs in der DBL – Halbfinale
Ausgang völlig offen: Hamburg und Paderborn wollen zuhause das Favoritenduo ärgern

Matthias Ondracek / 03. Sept.

Preview

Völlig offen sind die beiden Halbfinals in der Deutschen Baseball Liga nach dem ersten Wochenende. Sowohl die Bonn Capitals und die Untouchables Paderborn als auch die Guggenberger Legionäre Regensburg und die Hamburg Stealers teilten sich zum Auftakt die Siege. Dabei mussten die jeweils top gesetzten Klubs aus Regensburg und Bonn zunächst Niederlagen einstecken. Nun wandern die beiden „Best-of-Five“-Serien zu den nach der Interleague schlechter platzierten Teams. Hamburg und Paderborn hoffen dabei jeweils vor heimischer Kulisse die Überraschung perfekt zu machen. Ab 18 Uhr (Hamburg) bzw. 18:30 Uhr (Paderborn) am Samstag sowie 12 Uhr (Hamburg) und 13 Uhr (Paderborn) am Sonntag fällt die Entscheidung.

Paderborn will dem nächsten Meister trotzen

Mit einer ordentlich Portion Rückenwind starteten die Untouchables nach ihrem Mega-Comeback im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Heidenheim in die Halbfinal-Serie beim großen Nordrivalen aus Bonn. Mit 13 Hits gegen die starke Werferriege der Capitals um Nationalspieler Markus Solbach transportierten die Ostwestfalen dies ins erste Spiel. Im zweiten Aufeinandertreffen jedoch schlugen die Rheinländer eindrucksvoll zurück.

Vor heimischer Kulisse will die Mannschaft von Trainer Octavio Medina nun das Kunststück aus der vorangegangenen Runde wiederholen und nach dem Meister von 2025 auch den Champion von 2024 eliminieren. Die Vorzeichen stehen ob der Unterstützung der eigenen Fans nicht schlecht. 
Rein sportlich indes halten die Bonner die Trümpfe in der Hand. In allen vier Duellen in der Regular Season behielten die Rheinländer die Oberhand, so auch in den Gastspielen an der Pader.

Beinahe alles deutet auf Spiel fünf hin

Komplett ausgeglichen ist in 2026 bisher die Bilanz in den Begegnungen zwischen den Stealers und den Legionären. Schon in der Interleague Runde fuhren beide Teams jeweils zwei Siege ein. Am ersten Halbfinal-Wochenende an der Donau setzte sich dieser Trend fort. Die Hanseaten zogen Regensburgs Ass Christian Pedrol nach und nach den Zahn. Auch im zweiten Aufeinandertreffen kamen die Gäste besser aus den Startlöchern. Doch dann bewiesen die Hausherren gegen Hamburgs Top-Werfer Ivan Andueza den längeren Atem.

Voraussagen für die bevorstehenden Duelle in der Hansestadt sind nur schwer zu treffen. Letztlich deutet Vieles auf ein alles entscheidendes Spiel fünf am Sonntag hin. Beide Mannschaften werden dies zunächst verhindern wollen. Am Samstag wird sich zeigen, wer sich am Ende doch darüber freut. Ende Juli endeten die Partien im Ballpark Langenhorst mit 5:7 und 5:1 aus Hamburger Sicht. Im Vorjahr reisten die Legionäre ebenfalls mit einem Split im Gepäck an die Alster und setzten sich schließlich zweimal (2:0, 1:0) hauchdünn durch.