Die Bonn Capitals und die Guggenberger Legionäre Regensburg um Nino Sacasa (li.) lieferten sich schon in der Interleauge packende Duelle (Foto: Thomas Schönenborn)
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Finale in der DBL
Erstliga-Urgesteine Bonn und Regensburg treffen erstmals im Finale aufeinander

Matthias Ondracek / 10. Sept.

Preview

Die beiden Topteams haben sich durchgesetzt. Die Bonn Capitals und die Guggenberger Legionäre behaupteten sich gegen die Konkurrenz und stehen sich im Finale um die Deutsche Meisterschaft 2026 gegenüber. Beide Klubs schlossen die reguläre Saison mit dem Ende der Interleague auf den Plätzen eins und zwei ab. Nordmeister unter Interleague-Sieger Bonn schaltete im Halbfinale Heidenheim-Bezwinger Paderborn aus. Der Südzweite von der Donau behielt gegen den Norddritten aus Hamburg die Oberhand. Nun geht es um Alles. Am Samstag und Sonntag (jeweils 14 Uhr) beginnt in der Bonner Rheinaue die „Best-of-Five“-Serie um den DBL-Titel.

Duelle der Vergangenheit

Die Bonn Capitals und die Legionäre aus Regensburg verbindet eine lange Bundesliga-Geschichte. Zeitgleich schafften beide Klubs im Jahr 1994 den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. In der Premierensaison noch Konkurrenten um den vierten Platz in der Südstaffel (damals erreichten die Oberpfälzer einen Sieg vor den Rheinländern das Viertelfinale), ging es für die Capitals zur Saison 1997 in die Nordliga. Im Viertelfinale kreuzten sich seiner Zeit erstmals die Wege in den Playoffs (2:0 für Bonn).

Seit der ersten Begegnung sind 32 gemeinsame Jahre in der 1. Bundesliga vergangen. Immer wieder trafen sich die Bonner und die Regensburger in den Playoffs. Dabei blieb vor allem das legendäre Marathon-Match aus dem Jahr 2018 in Erinnerung, als sich die Capitals in Spiel vier der Halbfinal-Serie nach fünfeinhalb Stunden im 19. Inning den 3:2-Sieg sicherten. Das Match ist bis heute das längste Playoff-Spiel in der deutschen Baseball-Geschichte. Zum ersten Mal nun in ihrer langen Historie stehen sich die beiden Erstliga-Urgesteine im Endspiel um die Meisterschaft gegenüber.

Kontrahenten vereinen acht Meistertitel

Für die Hausherren ist es die neunte Endspiel-Teilnahme insgesamt und die achte in den letzten zehn Jahren. Erstmals schafften die Capitals 1999 den Sprung unter die Top zwei. Die Gäste stehen zum elften Mal im Finale und zum zweiten Mal in Folge nach der zuvor achtjährigen Durststrecke. Erstmals hatten die Legionäre 2006 um den Bundesliga-Pokal gespielt. Bonn strebt seinen vierten Meistertitel nach den Erfolgen 2018, 2022 und 2024 an. Regensburg winkt der sechste Titel nach den Triumphen in den Jahren 2008 sowie von 2010 bis 2013.

Ausgeglichene Begegnungen in 2026

Die Vorzeichen sind nicht nur historisch, sondern auch hinsichtlich der aktuellen Form sehr gleichmäßig verteilt. In den vier Interleague-Begegnungen teilten sich die Rivalen jeweils die Siege. Zuhause feierten die Capitals zunächst einen 2:1-Erfolg, ehe sich die Regensburger mit 11:4 durchsetzen. An der Donau siegte Bonn in Spiel eins mit 4:1, um anschließend mit 6:7 zu unterliegen. Beide Mannschaften konnten allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. Zum Saisonhöhepunkt werden nun alle Register gezogen.

Starkes Starter-Trio

Das Prunkstück der Rheinländer ist die Pitcherriege. Mit Niklas Rimmel, Markus Solbach und Titus von Kapff verfügt der dreimalige Meister wohl über das beste Starter-Trio des Landes. Als Reliever stehen mit Noah Lindt und Dovydas Neverauskas zwei weitere hochkarätige Arme im Kader der Caps. Auch die Qualität in der Offensive kann sich sehen lassen. Mit Eric Brenk, Maurice Bendrien und Simon Bäumer hat der Nordchampion drei Nationalspieler in seinen Reihen. Daniel Lamb-Hunt, McCoy Pearce und Daniel Sanchez verleihen dem Angriff zusätzliche Erfahrung.

Homogene Offensive

In Regensburg stemmen die Werferlast hauptsächlich die beiden Starter Christian Pedrol und Leeroy Tavarez sowie das französische Reliever-Duo Quentin Moulin und Nico Antoine. Jungstar Felix Bock und Routinier James Larsen geben dem Pitching Staff weitere Tiefe. Die Offensive glänzt in erster Linie durch Ausgeglichenheit. Die Nationalspieler Alex Schmidt und Nino Sacasa führen die Line Up um die Importspieler Kohei Sasagawa und Devon Ramirez sowie Lokalmatador Domenic Rauwolf an.