Wollen gemeinsam Erfolge feiern: Headcoach Matt Vance und Assistant Coach Markus Gienger (Foto: Vanessa Feddersen)
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Legionäre stellen sich für die Saison 2026 auf
Vertraute Gesichter in neuen Rollen

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Holger Schellkopf / 12. März

Team-News

Der Vizemeistertitel 2025 war für Matt Vance kein Anlass zur Zufriedenheit. „Als Vizemeister will ich nicht aufhören“, sagte der Headcoach nach der Finalniederlage. Die Marke für 2026 ist damit gesetzt: „Das Ziel ist ganz klar die Meisterschaft.“ Und weil die Legionäre durch den Finaleinzug auch bei der Baseball European Champions League mitmischen, fügt Vance hinzu: „Wir dürfen jetzt quasi um zwei Titel spielen, und darauf freuen wir uns besonders. Vor allem, weil wir in der Champions League sogar vor den eigenen Fans spielen können.“

Gienger wird Assistant Coach

Für diese Ziele hat Vance nicht nur den Kader justiert, sondern auch sein Trainerteam neu aufgestellt. Als Assistant Coach stößt Markus Gienger zum Team – ehemaliger Nationalspieler und lange Jahre selbst als Legionär auf dem Feld aktiv. Eine Verpflichtung, über die sich Vance besonders freut. Beim Sponsorenabend der Guggenberger Legionäre erzählte Vance von seiner ersten Saison als Spieler in Regensburg. Catcher damals: Markus Gienger. Im vergangenen Jahr half Gienger als Spieler aus, jetzt ist er als Coach wieder komplett dabei. Für Headcoach Vance eine der ganz wichtigen Entscheidungen dieser Saison.

Wieder mit dabei ist Lenin Santa Cruz als First Base Coach, bekannt für die Energie, die er ins Team trägt. Unterstützung bei der Trainingsarbeit will auch Philipp Hoffschild leisten, langjähriger Nationalspieler und einer der profiliertesten deutschen Pitcher seiner Generation. Ein weiterer Vertrauter, den Matt Vance reaktivieren konnte. Zum Coaching Staff gehört auch Devon Ramirez, der während der Saison aber in erster Linie als Spieler agieren soll.

Auch 2026 bei den Legionären an der First Base zu finden: Lenin Santa Cruz (Foto: fotoschmiede-mcb.de)

Kern der Mannschaft ist geblieben

Der sportliche Kern der Mannschaft bleibt stabil. Vance spricht von einer „Core Group“ – Spieler wie Alex Schmidt, Christian Pedrol, Nino Sacasa oder Elias von Garßen bilden das Rückgrat. „Es ist extrem wichtig, diese Gruppe zusammenzuhalten“, sagt er. Gleichzeitig öffnet Vance die Tür für den Regensburger Nachwuchs. „Langfristig brauchen sie die Erfahrung auf höchstem Niveau.“ Julian Siegert-Bomhard, 19 Jahre, steht exemplarisch für diesen Weg: von der Legionäre-Academy über die deutsche U18-Nationalmannschaft in den DBL-Kader. Hinzu kommen Catcher Domenic Rauwolf und Infielder Norwin Staps, beide bereits in internationalen Spielen erprobt, sowie Pitcher Felix Bock von der Bayerischen Baseball Academy.

Auf der Position des ausländischen Pitchers, die 2025 noch Schwächen zeigte, hat Vance gezielt nachgebessert. Leeroy Tavarez, 23 Jahre, ehemaliger Division-1-Pitcher aus den USA mit einem Fastball bis zu 95 Meilen, soll den Unterschied machen. „Wir müssen sicherstellen, dass unser Staff beide Wettbewerbe stemmen kann“, sagt Vance. Dazu kommt Quentin Moulin, 24-jähriger Rechtshänder aus Frankreich, der ausgerechnet im vergangenen Halbfinale gegen Regensburg als Pitcher der Woche ausgezeichnet wurde. Bis zum endgültigen Saisonstart kann der Kader aber durchaus noch Zuwachs bekommen.

Abgänge kompensieren

Auf der Abgangsseite stehen zwei Namen, die die vergangene Saison mit geprägt haben. Morgan McCullough kehrt nicht nach Regensburg zurück. Auch Simon Bäumer hat sich zum Wechsel entschieden. Der 24-jährige Nationalspieler geht nach nur einem Jahr in der Oberpfalz zu den Bonn Capitals. In Regensburg hatte er eine starke Saison gespielt: Mit einem Batting Average von .420 (Platz 2 in der Süd-Staffel), 49 RBIs (Platz 1) und einem OPS von 1.328 gehörte er zu den besten Schlagmännern der Liga, wurde zweimal zum Spieler der Woche gewählt und für den MVP Süd nominiert. Matt Vance bedauert den Abschied von Bäumer. „Er ist ein guter Spieler und ein guter Typ. Wir hätten ihn gerne behalten, haben eine langfristige Perspektive aufgezeigt. Aber er hat sich anders entschieden“.

Mit Bäumer und McCullough fehlen den Regensburger für 2026 ihre laut Statistik zwei besten Hitter der vergangenen Saison. Für Vance ist aber entscheidend, was die Mannschaft zusammenhält – jenseits der Statistiken. Nach der Final-Niederlage im Vorjahr habe sich die Gruppe sofort gegenseitig aufgefangen, erinnert er sich. „Das war das Besondere an dieser Gruppe, sie ist zu einer Familie geworden.“ General Manager Tomas Bison sieht darin das Fundament für 2026: „Die Synergie hat funktioniert und unser Fokus liegt jetzt darauf, die Teamchemie zu bewahren und lokale Spieler Schritt für Schritt nach oben zu bringen.“

CEO Armin Zimmermann spricht von einer „sehr guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Kräften“ und hebt hervor, dass die Zugänge aus dem Regensburger Nachwuchs für die Qualität des Baseball-Standorts sprechen. Für Matt Vance zählt am Ende eines: Der letzte Schritt, der 2025 noch fehlte, soll 2026 gelingen.